unsere Reiseberichte



Unsere Reiseberichte

"Wenn nicht jetzt, wann dann" - dieser Spruch geisterte seit Anfang 2023 in unseren Köpfen umher.

Und wir haben bisher viel erlebt und gesehen und es macht nach wie vor Spass.

Wir wollen Euch auf unseren Reisen mitnehmen und spannende Geschichten über das Erlebte erzählen.

Und wenn Ihr Fragen habt, haut einfach in die Tasten!

 

 

 

Unsere Nordseetour 2026

hier findet Ihr immer unseren aktuellen Reisebericht
 

 

22.08.2026

Wir waren wieder an der Nordsee
 

wir sind nicht nach Westerland gefahren!


Da fährt man über 700km, um an die Nordsee zu kommen und - ist man da, ist das Wasser weg!

Aber der Reihe nach:

Am 31.07. sind wir gestartet, nicht von Wüstenwelsberg, sondern von Forchheim.

Wir mussten nochmal in die Werkstatt, Feststellbremse nachsehen lassen. Die hat gequietscht, ekelhaftes Geräusch!

Und das war innerhalb von 3 Tagen der dritte Besuch.

Am 28.07. hatten wir den ersten Termin, Bremse neu einsstellen, damit wir unsere neue TÜV-Plakette kriegen.

Am Mittag dann der Anruf der Werkstatt: Die Bremsen sind durch, wir brauchen neue, Einbau schaffen wir bis heute Abend.

So wars dann auch - allerdings war die Bremswirkung minimal, sodaß wir am nächsten Tag nochmal hin mussten.

Mittags war alles durch, wir hatten unsere Plakette und freuten uns auf die Nordseetour.

Auf der Fahrt nach Hause bemerkten wir ein immer lauter werdendes Quietschen! Angerufen, Freitag Morgen wieder hin, dauert nicht lange, hieß es,  müssen wir nochmal einstellen.

Ist es jetzt weg?
Das Schleifen hört man immer noch etwas, aber neue Bremsen müssen sich erstmal einschleifen, sollte nach 100km weg ein.

Nach 500km war das Quietschen immer noch zu hören, neuen Termin ausgemacht, es kann aber nichts passsieren, wurde uns versichert.

Warten wir es ab!

Unsere Urlaubsfreude war im Keller, aber schon beim ersten Stellplatz bei Ecki in Thüringen fanden wir unsere Laune schon im Wohnzimmer wieder.

"Eierautomat analog" lasen wir, bitte zweimal hupen, nicht klingeln!

 

Und erst das Gästebuch, herrliche Geschichten, eine möchte ich kurz erzählen:

"Als wir den Bach runtergingen"

Wir gingen so friedrich im Merz am Bach hinunter. 
Der Schnee ist geschmolzen und so kam viel Wasser aus den Bergen, sodaß der Bach ein  Lauter Bach war.

Auf der Wiese sahen wir einen Baerbock Esken. Da ris sich mein Hund von der Leyen und jagte bis ins Habeck hinunter.

Als mein Hund Hubertus Heil zurück kam gingen wir nach Haus und schauten die Sendung "Unter dem Lindner"

An das alles konnte sich der Olaf (Scholz) nicht erinnern!"

Der Platz liegt an der wilden Gera, die war aber nicht wild, eher zahm und flach, sodaß Nelli sofort rein und auf der anderen Seite wieder raus, Uli hinterher.
Lui kuckte etwas verdutzt, sah, dass ich auch ins Wasser ging und was machte er? Hinterher! Unsere wasserscheue Fellnasse ging mit, Augen zu und durch!
 

Und plötzlich hörten wir einen Knall, wie ein Schuß, Nelli flüchtete ins Wohnmobil, dann ein Prasseln wie bei einem Feuerwerk, ein Baum ist umgekippt.
Gott sei Dank ist nichts weiter passiert.
 

Am nächsten Tag ging es in den Harz.

Wie sieht es denn hier aus? Kahle Fichten reckten sich wie Skelette in den Himmel, schrecklich.
Das Baumsterben ist hier im vollen Gange, bedingt durch trockene Böden, durch Hitze und durch den Borkenkäfer.

Eine gesunde Fichte produziert genug Harz, um sich gegen Schädlinge zu behaupten, kranke Bäume können das nicht.

Wie es hier im Harz weitergeht - keine Ahnung!

 

Aber es gibt auch noch schöne Flecken, die haben wir bei unserem nächsten Stellplatz "Am Alten Bahnhof" in Altenau entdeckt. Aber auch hier, tote Fichten. Freud und Leid liegen hier wirklich dicht beieinander.

Es ging weiter ins "platte" Land.

Der Rippenhof in Recklingen war unser nächstes Ziel. Ein uriger Bauernhof mit viel Platz fürs Wohnmobil.
Unser Launebarometer katapultierte steil nach oben!
 

Eine Wiese mit altem Baumbestand und viel Schatten, ideal für unsere Hunde! 
Wo ist den hier der Satellit? Kriegen wir hier nicht, zuviel Bäume. Auf der Nachbarwiese geht es, da gibt es weniger Bäume, aber immer noch genügend Schatten, fahren wir dort hin.

Die Gassirunde am nächsten Morgen ging über Feldwege, an großen Kartoffeläckern vorbei, kuck mal das Schild "Militärischer Sicherheitsbereich", mitten im Acker, dass muss was altes sein, wir gingen weiter und kamen zu einer Strasse, groß, breit, ca 16m, links oder rechts?
Rechts!

3 Bundeswehrfahrzeuge fuhren ans uns vorbei, ein viertes Fahrzeug, irgendwie wichtig, offiziell hielt an:

Guten Morgen, Sie wissen, das Sie hier nicht laufen dürfen?
Nöö!
Das hier ist militärisches Sperrgebiet, da haben Zivilisten nichts verloren.
Hier stehen überall Schilder, nicht gesehen?
Doch, eins, aber das stand mitten im Kartoffelacker, hab gedacht, das ist schon älter.
Und somit kehrt marsch, zurück zum Bauernhof.

Wir waren in den Truppenübungssplatz Bergen gelaufen!

Nach zwei erholsamen Nächten ging es weiter bis nach Brokdorf an der Elbe, Schiffe kucken und AKW. War allerdings nicht viel los.

Und der letzte Stellplatz, bevor wir unser Ziel, den Campingplatz "an der Waterkant" in Westerdeichstrich bei Büsum erreichen, war der Stellplatz beim "Ding am Deich" in Elperbüttel direkt an der Nordsee.

13:15 WoMo abgestellt, rauf auf'n Deich, kein Wasser da, wat n Käse!

15:30 Wasser wieder halb da!

18:30 Wasser voll da!

Das "Ding am Deich" ist übrigens ein Kiosk mit sauleckeren Pommes!

Achja, unser Hannibal quietscht immer noch.

Und bei den Gassirunden am und auf dem Deich sieht man viele Schafe, es wird daher empfohlen, nur auf die hellen Flecken des Weges zu treten.
 

Und Wattvögel - Austernfischer mit dem leuchtend roten Schnabel, Säbelschnäbler mit nach oben gebogenem Schnabel, den großen Brachvogel mit seinem sehr langen, nach unten gebogenen Schnabel sowie den kleinen Alpenstrandläufer.  Ob der wohl jodeln kann.
 

Und im Wasser, wenn es dann mal da ist, lauert eine Pazifische Auster. Die Schnitte, wenn man drauftritt, tun verdammt weh!
 

Am Campingplatz "An der Waterkant" in Westerdeichstrich angekommen, auf den Platz gefahren, hingestellt, WoMo verkabelt, es wohnlich gemacht, die erste Runde mit unseren beiden Fellnassen auf den Deich - wieder kein Wasser da, kommt in gut drei Stunden, wir prüfen das, war dann auch da.

Man kann hier herrlich spazieren gehen, inmitten von Deichsschafen, (Bitte nur auf die hellen Flecken treten!). Nach Büsum, dem Zentrum der Krabbenfischerei, waren es bis zum Leuchtturm knapp 4km, immer auf dem Deich, lohnt!

Büsum ist auch ein Paradies für Kitesurfer!

Viele Spaziergänger mit Hunden waren unterwegs.

Lui findet das alles überhaupt nicht toll, ist nur am Meckern, macht ihm und uns keinen Spass.

Trotzdem, die Wattwanderung haben beide prima mitgemacht, wenn das Wassser nicht so widerlich schmecken würde, wäre es noch schöner gewesen - und dann auch noch Füße waschen, bäh!
 

Um uns herum zogen am Montag 3 Hunde ein (natürlich nicht alleine, kamen alle mit Herrchen und Frauchen im Wohnmobil).

Das hätte er nicht verkraftet, deshalb Umzug auf eine andere, ruhigere Parzelle! Der Tag und die Nacht haben ihm gutgetan.

Deshalb am nächsten Tag, los geht's, ein Ausflug!

Halbzwölf am Eidersperrwerk, Lust auf ein Knoppers? Halt - wir sind hier an der Küste, da gibt es Fischbrötchen.

 

Tatsächlich, am Parkplatz des Sperrwerks gab es einen Kiosk und die hatten, welch Wunder, knackfrische Brötchen mit Krabben, mit Matjes, mit Bismarckhering, Fischfrikadellen, Räucheraal usw.

1x Krabbe, 1x Hering zum Mitnehmen, macht 10,30€.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Matjes und Bismarckhering?
Der Matjes ist ein junger, noch nicht geschlechtsreifer Hering mit sehr zartem Fleisch, Der Bismarckhering ist älter und darf schon, das Fleisch isst fester.

Der Besuch eines alten Kaufladens in Tetenbüll stand noch an, lohnt nicht und in Tönning der alte Hafen, lohnt! Hier muss übrigens die Kirchenuhr alle 3 Tage mit der Hand aufgezogen werden.
Wirklich!
 

Und, jede bengalische Milchkanne ist besser vernetzt als diese Gegend.
Von nicht vorhanden bis gerade mal einem Balken, mehr hatte das Netz hier nicht zu bieten.

Und dann war es endlich soweit, Mittwoch, 12.08.2026 zwölf nach sieben:

Die Sonnenfinsternis begann, Lui und ich sind auf dem Deich, ausgerüstet mit Stativ, Handykamera und Leckerchen (braucht man nicht zum fotografieren, aber für Lui)

Mist: Ich habe vergessen, einen Sonnenfilter zu besorgen, mal sehen, ob das Handy das auch so packt, nee: keine Chance, also noch ne Weile auf dem Deich geblieben. Lui fand die anderen Vierbeiner ganz spannend!

Und es gab natürlich, dem Anlass entsprechend, jede Menge Deichkieker!

Und den Livestream im NDR!

Aber einen fantastischen Sonnenuntergang haben wir noch mitgenommen, bevor es am Donnerstag auf die Rückreise über Bad Oldesloe, Lüneburg, Bergen-Belsen, Katlenburg, Meiningen und Bamberg nach Forchheim geht. (die Bremse quietscht immer noch!)
 

Bad Oldesloe haben wir dann gegen den Stellplatz am Karpfenteich (Herrenteich) in der Karpfenstadt Reinfeld getauscht. Die Karpfenzucht geht zurück auf die Zisterziensermönche, die im 12ten Jhrhundert das Kloster Reynevelde gebaut haben und den Fluss Heilsau aufstauten.

Es entstanden hier rund 60 Teiche zur Fischzucht, da den Mönchen der Verzehr von Fleisch verboten war.
 

Und vom Karpfen ging es zum Flammkuchen auf den Rippenhof in Recklingen, den wir noch von unserer Hinfahrt kannten.
Wir konnten uns unter Bäume stellen, das machte die Hitze erträglicher, der Flammkuchen war total lecker, schade, das wir nur eine Nacht bleiben konnten.
Wie bekamen Besuch, Mann mit Fahrrad!
Wollt Ihr Heidelbeermarmelade? Nee, wir kochen gerade selber!

Der nächste Stop war in Katlenburg-Lindau, zum Stellplatz "der kleine Burgberg". Mitten in der Burg- und Klosteranlage gelegen, irre.

Um auf unseren Stellplatz zu fahren, musste erstmal ein Bäumchen dran glauben (das sollte sowieso weg). 
Wir stehen hier unter alten Bäumen in der weitläufigen Burg- und Klosteranlage.
Einfach nur schön! Wo ist der Haken? 

Der abendliche Spaziergang mit unseren Fellnasen hatte auch noch eine Überraschung parat:
Wir hörten schon von Weitem ein merkwürdiges Gebrüll und plötzlich kam uns ein Typ, Feder im Haar, angemaltes Gesicht, merkwürdige Klamotten, Hund an der Leine, nicht auf einem Pferd, sondern auf einem Drahtesel entgegen - ein Indianer auf dem Kriegsspfad, so sah das aus!

Zurück am Platz: 
"sag mal, uns ist unten am Fluss eine merkwürdige Gestalt entgegengekommen, als Indianer verkleidet, auf nem Fahrrad, kennt Ihr den?"

"Ach der, der hat schon einige Anstalten von innen gesehen"

"Eure 3 Hunde sind doch alle Mädels?" "Ja, 4 Monate, 8 Monate und 4 Jahre"
Darf unser Charmebolzen Lui mal mit denen spielen?"
"Klar"
Nach 15 Min. war Lui fertig und auch seine Spielekumpels lagen ausgepowered im Rasen. Herrliches Erlebnis!

Ob uns wohl ein Burgfroillein die Aufwartung macht? Das Burgfroillein kam natürlich nicht, aber dafür hielt sich die Kirchenuhr nicht an Ruhezeiten, alle 15 Min. wurde die Uhrzeit "angesagt", die ganze Nacht,unerbittlich! An Schlaf war da natürlich fast nicht zu denken.

Das war also der Haken! Aber, der Ohropax-Spender ist schon bestellt!

Etwas gerädert ging es am nächten Tag weiter, nach Meiningen. Der Stellplatz auf der Großmutterwiese  (heißt wirklich so) war fast leer, perfekt für eine Nacht und in die Altstadt ist es auch nicht weit.
Thüringer Bratwürste warten! Gab aber keine!
 

Dann wechseln wir eben das Bundesland und fahren nach Coburg. Coburger Bratwürste, gegrillt auf Tannenzapfen oder gut fränkisch Butzelkühe, saftig, lecker!

Und unser Hannibal quietscht immer noch, aber morgen ist der Werksstatt-Termin!

Und der wurde auf den 03. September verschoben.

Und wir sind mit unserem quietschenden Hannibal wieder  in Wüstenwelsberg gelandet.

Eine aufregende, spannende und vor allem musikalische Tour liegt hinter uns.
 

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